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Adventsweg

Vom Ersten Advent (27. November) bis Weihnachten ist im Hof der Alten Kirche am Main ein Meditationsweg aufgebaut. Er kann hier digital begangen werden.

Station 1: Palast des römischen Kaisers

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. (Lukas 2,1-3)

Manche Menschen können viel bewegen mit ihren Worten und Befehlen. Augustus setzte ein ganzes Land in Bewegung. Widerstand? Undenkbar. In Deutschland heute geht alle Macht vom Volke aus. Macht und Ohnmacht bleibt trotzdem ein Thema.

Wo kann ich etwas bewegen? 
Wo fühle ich mich mächtig?
Wo fühle ich mich hilflos? Fühle ich mich gar der Macht anderer ausgeliefert?
Wo stelle ich Anforderungen an andere? Wo spiele ich meine Macht aus?

Station 2: Das Haus des Zimmermanns

„Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth…mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.“ (Lukas 2,4+5)

Auch Josef der Zimmermann aus Nazareth muss mit seiner Frau Maria sein Zuhause verlassen, um dem Aufruf des Kaisers zu folgen. Wer sich auf den Weg macht, muss vieles zurücklassen. Vertrautes bleibt zurück. Das Gefühl von Heimat schwindet.

Wohin geht der Weg?
Worauf lasse ich mich ein?
Was ist mir wichtig?

 Station 3: offene Türen unterwegs

„…. in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen ließe …“ (Lukas 2,4+5)

Der Weg von Nazareth nach Bethlehem war mühsam. Berge waren zu überwinden und unwirtliche Gegenden. Das junge Paar musste unterwegs Unterschlupf finden. Ob sie offene Türen und offene Hände fanden? Zuflucht auf ihrem Weg?

Woran halten wir uns, wenn die Umgebung um uns unsicher wird?
Wo finde ich Halt?
Was ist meine Zuflucht?

 ​Station 4: Türen bleiben geschlossen

„Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.“ (Lukas 2,6)

In Bethlehem angekommen, fanden Maria und Josef keine angemessene Unterkunft. Viele Türen blieben für sie geschlossen. Der Ort war voller Menschen, kein Platz für eine Schwangere kurz vor der Geburt.

Wie fühlt es sich an, abgewiesen zu werden?
Welche Türen bleiben für mich oder für andere geschlossen?


Einsamkeit, verpasste Chancen, handfeste Not – und dazwischen Leben, das zur Welt kommen will.

 ​Station 5: Die Krippe

„Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.“ (Lukas 2,7)

An Weihnachten öffnet sich in der Alten Kirche am Main die Tür zur Krippe. Gott kommt zur Welt, wird ein Mensch wie wir, ein Baby in Windeln gewickelt. „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden“ verkünden die Engel den frierenden Hirten auf den Feldern von Bethlehem. „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden“ sagen uns Weihnachtsbaum, Orgel und Weihnachtskrippe auf ihre Weise. Ein Licht in der Nacht, ein Zeichen des Friedens trotz Streit und Gewalt, ein Moment der Geborgenheit in kalten Zeiten. Das ist Weihnachten.