Pfingstweg im Kirchhof

Auf unserem Kirchhof waren zu Pfingsten rund um die Kirche verschiedene Stationen zu den entsprechenden Bibelgeschichten über  Ostern und Pfingsten aufgebaut, die zum Betrachten, Nachdenken und Beten einluden. Bilder und Texte dazu finden Sie hier:

Station 1: Osterkreuz        

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Am Sonntag nach der Kreuzigung ging Maria aus Magdala zum Grab Jesu, um ihn zu salben. Sie sah, dass der Stein entfernt worden war und rannte zu Simon Petrus.

Er und die anderen Jünger machten sich auf den Weg zum Grab, aber auch sie konnten nichts entdecken und kehrten zurück nach Hause. Maria aber blieb vor dem Grab und weinte. Sie drehte sich um, und sah Jesus – wusste aber nicht, dass er es ist. Maria hielt Jesus für den Gärtner und bat darum, zu erfahren, wo sie den Leichnam hingebracht haben. Maria erkannte Jesus erst, als er sie direkt ansprach. Jesus gab ihr den Auftrag den Jüngern von der Auferstehung zu erzählen.

Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben und am dritten Tage auferstanden. Durch Jesus Christus glauben wir an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. In unserer Vorstellung hat der Tod nicht das letzte Wort, sondern das Leben. Schmücken Sie das Osterkreuz mit Zweigen und Blumen, um die Überwindung des Todes und den Neuanfang des Lebens sichtbar zu gestalten.

Bibeltext: Johannes 20,1-18

Station 2: Emmaus-Jünger      

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Auf dem Weg in das Dorf Emmaus unterhielten sich zwei Jünger, als Jesus selbst zu ihnen kam. Jedoch erkannten sie ihn nicht. Jesus sprach mit den Jüngern darüber, was in den letzten Tagen passierte und ließ sich alles erzählen: Jesus, der zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde – auf den sie doch als Erlöser gehofft hatten… Sie waren traurig und hoffnungslos. Nachdem sie fertig berichtet hatten, erklärte Jesus ihnen die Heilige Schrift und fragte sie, warum sie so begriffsstutzig waren. Dennoch erkannten sie ihn nicht. Nach der Ankunft im Dorf Emmaus ließen sich zum Essen nieder. Jesus nahm das Brot, brach es in Stücke und sprach ein Dankgebet – „Da fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen und sie erkannten ihn!“

Diese Geschichte zeigt uns, dass Jesus Christus, unser Herr, bei uns bleibt – auch wenn wir es manchmal nicht erkennen oder fühlen können. Nehmen Sie einen kleinen Stein und legen ihn zu den vier beschrifteten Steinen. Wenn Sie mögen, verbinden Sie die Handlung mit der Bitte „Herr bleibe bei uns!“

Bibeltext: Lukas 24,13-35

Station 3: Abschied     

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Jesus hatte seinen Jüngern den Auftrag gegeben, in ihre Heimat, nach Galiläa zurückzukehren. Gemeinsam gingen sie einen Berg hinauf. Dort trafen sie auf Jesus. „Gott hat mir alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben“, erklärte er ihnen und gab ihnen den Auftrag: Geht nun zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngerinnen und Jüngern: Tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Und lehr sie, alles zu tun, was ich euch geboten habe.“ Als Trost- und Hoffnungswort setzte er hinzu „Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Ein Satz, ein Spruch kann Trost und Hoffnung geben und uns durch den Tag begleiten. Suchen Sie sich einen Bibelspruch aus dem Kästchen aus und nehmen Sie ihn mit nach Hause.

Bibeltext: Matthäus 28,16-20

Station 4: Himmelfahrt      

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Als Jesus mit seinen Jüngern zusammen war, versprach er ihnen, dass sie bald mit dem heiligen Geist getauft würden. Allerdings verstanden die Jünger nicht so recht was das bedeuten sollte. „wenn der Geist auf euch herabkommt,“ erklärte Jesus, „werdet ihr Kraft empfangen und meine Zeugen sein“. Nach diesen Worten verschwand er in einer Wolke. Die Jünger schauten zum Himmel, sahen ihn aber nicht mehr. Stattdessen kamen zwei Engel und erklärten den verduzten Jünger: „Was schaut ihr zum Himmel? Jesus wurde aus eurer Mitte in den Himmel aufgenommen.“

Der Himmel, den wir erwarten ist nicht das Gleiche wie der Himmel über uns. Doch der Himmel über uns symbolisiert was himmlisch ist. Nehmen Sie den Himmel einmal mit einer Spiegelfliese in den Blick. Wie sieht der Himmel im Spiegel am Boden aus? Was passiert, wenn ich das Sonnenlicht mit dem Spiegel einfange?
Was ist Ihr Bild vom Himmel. Nehmen Sie die Wachskreiden und malen Sie es auf.

Bibeltext: Apostelgeschichte 1,4-11

Station 5: Pfingsten      

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Es war ein großes Fest in Jerusalem zu dem Pilger aus aller Welt zusammengekommen waren. Auch die Jünger saßen zusammen in einem Haus, als ein starker Wind aufkam und durchs ganze Haus wehte. Dann erschien ihnen etwas wie züngelnde Flammen, die sich auf jedem von ihnen setzte. Der Heilige Geist, von dem Jesus gesprochen hatte, erfüllte sie. Die Jünger gingen auf die Straße und sprachen mit den Menschen, die dort waren. Jeder konnte sie in seiner eigenen Sprache hören und verstand, was sie sagten. Alle waren erstaunt. Dann ergriff Petrus das Wort und sagte ganz laut: Die Menschen sind nicht betrunken. Was hier geschieht haben die Propheten vorhergesagt. Der Heilige Geist wird über alle Menschen ausgegossen. Eure jungen Menschen werden Visionen haben und eure Alten von Gott gesandte Träume träumen.

Pfingsten ist ein Fest der Hoffnung. Was sind Ihre Hoffnungen? Ihre Träume? Nehmen Sie eine Pfingsttaube aus dem Kasten und schreiben Sie darauf, worauf Sie zur Zeit hoffen und worauf Sie sich freuen. Hängen Sie dann die Taube an den Baum. 

Bibeltext: Apostelgeschichte 2,1-21

Die Bibeltexte im Wortlaut

1 Am ersten Tag der Woche kommt Maria Magdalena früh, als es noch finster war, zum Grab und sieht, dass der Stein vom Grab weggenommen war.  2 Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grab, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.  3 Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus, und sie kamen zum Grab.  4 Es liefen aber die beiden miteinander, und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam als Erster zum Grab,  5 schaut hinein und sieht die Leinentücher liegen; er ging aber nicht hinein.  6 Da kam Simon Petrus ihm nach und ging hinein in das Grab und sieht die Leinentücher liegen,  7 und das Schweißtuch, das auf Jesu Haupt gelegen hatte, nicht bei den Leinentüchern, sondern daneben, zusammengewickelt an einem besonderen Ort.  8 Da ging auch der andere Jünger hinein, der als Erster zum Grab gekommen war, und sah und glaubte.  9 Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, dass er von den Toten auferstehen müsste.  10 Da gingen die Jünger wieder zu den anderen zurück. 11 Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, beugte sie sich in das Grab hinein  12 und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte.  13 Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.  14 Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist.  15 Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir: Wo hast du ihn hingelegt? Dann will ich ihn holen.  16 Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister!  17 Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.  18 Maria Magdalena geht und verkündigt den Jüngern: »Ich habe den Herrn gesehen«, und was er zu ihr gesagt habe.

Lukas 24,13-35

13 Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa sechzig Stadien entfernt; dessen Name ist Emmaus.  14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten.  15 Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.  16 Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten.  17 Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie traurig stehen.  18 Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der Einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort geschehen ist?  19 Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und allem Volk;  20 wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt haben.  21 Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde. Und über das alles ist heute der dritte Tag, dass dies geschehen ist.  22 Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte, die sind früh bei dem Grab gewesen,  23 haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe.  24 Und einige von denen, die mit uns waren, gingen hin zum Grab und fanden's so, wie die Frauen sagten; aber ihn sahen sie nicht.  25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben!  26 Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?  27 Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften von ihm gesagt war.  28 Und sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hingingen. Und er stellte sich, als wollte er weitergehen.  29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.  30 Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen.  31 Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen.  32 Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?  33 Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren;  34 die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und dem Simon erschienen.  35 Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, da er das Brot brach.

Matthäus 28,16-20

16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte.  17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten.  18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.  19 Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes  20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Apostelgeschichte 1,4-11

4 Und als er mit ihnen beim Mahl war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr – so sprach er – von mir gehört habt;  5 denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.  6 Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?  7 Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat;  8 aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.  9 Und als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen.  10 Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern.  11 Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen. 

Apostelgeschichte 2,1-21

1 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort.  2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.  3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen,  4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.  5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.  6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.  7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer?  8 Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache?  9 Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia,  10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen,  11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden.  12 Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?  13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins. 14 Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, vernehmt meine Worte!  15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde des Tages;  16 sondern das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3,1-5):  17 »Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben;  18 und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.  19 Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf;  20 die Sonne soll in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt.  21 Und es soll geschehen: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.«
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.
 
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