Kreuzweg (Passionsweg) im Kirchhof

Auf unserem Kirchhof waren in der Karwoche und an Ostern rund um die Kirche Stationen zum Leidensweg Jesu, die zum Betrachten, Nachdenken und Beten einluden. Bilder und Texte dazu finden Sie hier:

Station 1: Die Salbung  

Salbung1  Salbung2              

Als Jesus bei Simon in Betanien war, kam eine Frau zu ihm.

Sie hatte ein Glas mit kostbarem Nardenöl. Sie zerbrach das Glas und salbte mit diesem Öl den Kopf von Jesus. Während der Salbung verbreitete sich der Duft des kostbaren Öls im ganzen Raum. Die Salbung ist ein Zeichen der Totenehrung zu Jesu Zeiten. Mit ihrer Tat nimmt die Frau diese Ehrung vorweg. Durch die Kostbarkeit des Öls zeigt sie die Größe Jesu und die Bedeutung seines Sterbens. Das Öl kostete ca. 300 Silbergroschen und entsprach einem ganzen Jahresverdienst eines Tagelöhners.

Auf dem Kirchhof: Hier finden Sie einen Topf mit Kräutern: Rosmarin, Salbei, Thymian und Lavendel. Sie dürfen sich einen Zweig nehmen und ihn entweder zwischen den Finger zerreiben und den Geruch der ätherischen Öle genießen. Oder Sie nehmen den Zweig in Erinnerung an die Salbung Jesu mit nach Hause.

zum Bibeltext Matthäus 26,6-12

Station 2: Das Abendmahl      

 Abendmahl2     Abendmahl1  Dankeseier                             

Am Abend feierte Jesus mit seinen Jüngern das Passahfest, das zum Dank an die Befreiung aus der Gefangenschaft in Ägypten gefeiert wird. Brot, Wein, Kräuter, Mus gehören zu diesem Fest ebenso wie ein gekochtes Ei.
Jesus teilte Brot und Wein mit den Jüngern und gab diesem gemeinsamen Essen eine neue Bedeutung. „Das ist mein Leben, das für euch gegeben wird. Immer wenn ihr so zusammen esst und trinkt, denkt an mich!“ Seither feiern wir miteinander Abendmahl als Zeichen der Erinnerung, Stärkung, Vergebung, Gemeinschaft und des Dankes. Das Leben siegt über den Tod.

Auf dem Kirchhof: Nehmen Sie ein Osterei aus der Dose. Das Ei symbolisiert neues Leben. Es ist nicht alles zu Ende. Wir haben Grund zum Danken, Grund zur Hoffnung. Überlegen Sie, wem oder wofür sie dankbar sind und schreiben

zum Bibetext Matthäus 26,17-30 

Station 3: Garten Getsemane          

Getsemane2  Getsemane        

Nach dem Abendmahl ging Jesus mit seinen Jüngern zum Ölberg, in den Garten Getsemane. Jesus forderte die Jünger auf zu wachen, so lange bis er wieder zu ihnen kommt. Währenddessen kniete er sich hin und betete. Jesus bat darum, dass der Kelch des Todes an ihm vorübergeht. Jesus sprach mit Gott und brachte all das vor ihn, was ihn bewegte und beschäftigte. Jesus hatte Angst. Sein Ringen und Beten zeigen, dass auch er kein Übermensch war.

Auf dem Kirchhof: Das Gebet ist für uns ein wichtiges Ritual. Wir haben die Möglichkeit mit Gott zu sprechen. Wir können uns an Gott wenden – Gott im Gebet danken oder unsere Ängste und Sorgen vor ihn bringen. Sie finden hier vorbereitete Gebetskarten. Nehmen Sie sich eine solche Karte mit nach Hause und bringen Sie die Worte mit in Ihr persönliches Gebet ein.

zum Bibeltext: Matthäus 26,36-46

Station 4: Die Verurteilung Jesu 

Verurteilung2  Verurteilung

Vor dem Hohen Rat wurde Jesus mit vielen Anklagen konfrontiert. Doch Jesus schwieg zu allen Vorwürfen der Hohepriester. Schließlich fragte ihn der Hohepriester Kaiphas: „Bist du Christus, der Sohn Gottes?“ Jesus antwortet: du sagst es. Der Menschensohn wird zur rechten Gottes im Himmel zu sitzen.“ Er wurde als Gotteslästerer zum Tode verurteilt. Jesus wurde bespuckt, verhöhnt und geschlagen. Er wurde dem Statthalter Pontius Pilatus überführt. Zusammen mit Jesus wurde Barabbas, ein Verbrecher, angeklagt. Pilatus wollte einen von beiden zum Passahfest freilassen. Die Hohepriester und viele andere wünschten sich, dass Barabbas freigelassen wird und verlangten Jesus zu kreuzigen. Pilatus hörte widerwillig auf die Meinung des Volkes, wusch sich die Hände in Unschuld und überließ Jesus den Soldaten. Diese flochten ihm eine Dornkrone, legten ihm einen Purpurmantel um, verspotteten und schlugen ihn. Jesus war der Gewalt, dem Hohn und den Anklagen ausgesetzt. Doch er kämpfte nicht laut dagegen an, sondern ertrug dies alles still, im Vertrauen auf Gott.

Nehmen sie sich einen Moment Zeit, um die Dornenkrone zu betrachten und nehmen sie einen der Klagesteine. Wir laden sie herzlich dazu sein ihre Gedanken und Klagen im Vertrauen vor Gott zu bringen. Legen sie dazu ihren Stein oder ihre Steine zur Dornkrone, die das Leid Jesu symbolisiert und den Spott, dem er ausgesetzt war.

zum Bibeltext Matthäus. 26,57-68; 27,1-30

Station 5: Die Kreuzigung                                           

Kreuzigung  Kreuzigung2 Osterkreuz

Jesus wurde auf der Hinrichtungsstätte Golgatha gekreuzigt. Die Soldaten gaben ihm Wein gemischt mit Galle zu trinken und während er am Kreuz hing, spielten sie vor ihm um seine Kleider. Sie hingen ein Schild an das Kreuz mit der Inschrift: „Dies ist Jesus, der Juden König!“ Menschen spotteten: „Warum hilft dir Gott jetzt nicht, wenn du wirklich Gottes Sohn bist.“ Zur Mittagszeit wurde es schlagartig dunkel und nach drei Stunden Dunkelheit schrie Jesus am Kreuz „Mein Gott, mein Gott, wieso hast du mich verlassen“. Als er starb gab es ein starkes Erdbeben und die Erde tat sich auf. Da verstanden die Menschen was geschehen war und der Hauptmann erklärte: „Dieser ist Gottes Sohn gewesen.“

Jesu Kreuz ist zu einem Symbol der Christen geworden. Am Kreuz kommen Vertrauen und Verzweiflung, Leid und Zuversicht zusammen. Nehmen sie sich einen Moment Ruhe, um dieses Kreuz zu betrachten!

zum Bibeltext: Matthäus 27,31-56

 Station 6: Auferstehungshoffnung / Ostern

Ostern  Ostern2 Hoffnungsbild

Am dritten Tage nach Jesu Tod, kamen Maria und Maria Magdalena um nach dem Grab zu sehen. Der Grabstein war weggerollt, das Grab war leer. Ein Engel verkündigte den Frauen: „Er ist auferstanden!“. Auf dem Rückweg begegneten die Frauen Jesus selbst, der ihnen eine Botschaft für seine Jünger mitgab. Als die Jünger Jesus wiedersahen, versicherte er: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!“ Diese Botschaft feiern wir mit Ostern. Gott ist bei uns. Mit Gottes Liebe überwinden wir selbst den Tod. Die Auferstehung Jesu macht deutlich: Gottes Maßstäbe sind nicht irdisch. Auch in dunklen Zeiten können wir uns daran erinnern. Denn Jesus ist wahrlich auferstanden, er trägt die Hoffnung unserer Welt.

Lassen Sie uns gemeinsam ein großes Bild der Hoffnung gestalten. Malen sie mit Kreiden, was ihnen Hoffnung gibt, was sie anderen wünschen oder einfach etwas, was das Auge erfreut in den sichtbaren „Bilderrahmen“ unserer Hoffnungsbilder.

zum Bibeltext Matthäus 28,1-20

Die Bibeltexte

Matthäus 26,6-12

Als nun Jesus in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen,  7 trat zu ihm eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit kostbarem Salböl und goss es auf sein Haupt, als er zu Tisch saß.  8 Da das die Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Vergeudung?  9 Es hätte teuer verkauft und das Geld den Armen gegeben werden können.  10 Als Jesus das merkte, sprach er zu ihnen: Was bekümmert ihr die Frau? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.  11 Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit.  12 Dass sie dies Öl auf meinen Leib gegossen hat, hat sie getan, dass sie mich für das Begräbnis bereite.  

Mathäus 26,17-30

17 Aber am ersten Tag der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wo willst du, dass wir dir das Passalamm zum Essen bereiten?  18 Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passamahl halten mit meinen Jüngern.  19 Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm.  20 Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen.  21 Und als sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.  22 Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln zu ihm zu sagen: Herr, bin ich's?  23 Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten.  24 Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre.  25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es.  26 Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach's und gab's den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.  27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus;  28 das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.  29 Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.  30 Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.
 

Matthäus 26,36-46

36 Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hierher, solange ich dorthin gehe und bete.  37 Und er nahm mit sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen.  38 Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet mit mir!  39 Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!  40 Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Konntet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen?  41 Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.  42 Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, dass dieser Kelch vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille!  43 Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voller Schlaf.  44 Und er ließ sie und ging wieder hin und betete zum dritten Mal und redete abermals dieselben Worte.  45 Dann kam er zu den Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird.  46 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät.
Matthäus 26,57-68; 27,1-30
57 Die aber Jesus ergriffen hatten, führten ihn zu dem Hohenpriester Kaiphas, wo die Schriftgelehrten und die Ältesten sich versammelt hatten.  58 Petrus aber folgte ihm nach von ferne bis zum Palast des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Knechten, um zu sehen, worauf es hinauswollte.  59 Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, dass sie ihn töteten,  60 und fanden keins, obwohl viele falsche Zeugen herzutraten. Zuletzt aber traten zwei herzu  61 und sprachen: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen aufbauen.  62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich bezeugen?  63 Aber Jesus schwieg still. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes.  64 Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels.  65 Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelästert! Was bedürfen wir weiterer Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Gotteslästerung gehört.  66 Was meint ihr? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig.  67 Da spien sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Einige aber schlugen ihn ins Angesicht  68 und sprachen: Weissage uns, Christus, wer ist's, der dich schlug?
1 Am Morgen aber hielten alle Hohenpriester und die Ältesten des Volkes einen Rat über Jesus, dass sie ihn töteten,  2 und sie banden ihn, führten ihn ab und überantworteten ihn dem Statthalter Pilatus.  3 Als Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er zum Tode verurteilt war, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Ältesten zurück  4 und sprach: Ich habe gesündigt, unschuldiges Blut habe ich verraten. Sie aber sprachen: Was geht uns das an? Da sieh du zu!  5 Und er warf die Silberlinge in den Tempel, ging davon und erhängte sich.  6 Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir sie in den Tempelschatz legen; denn es ist Blutgeld.  7 Sie beschlossen aber, den Töpferacker davon zu kaufen zum Begräbnis für die Fremden.  8 Daher heißt dieser Acker Blutacker bis auf den heutigen Tag.  9 Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht: »Sie nahmen die dreißig Silberlinge, den Preis, der geschätzt worden war – den hatten einige von den Israeliten geschätzt –,  10 und gaben sie für den Töpferacker, wie mir der Herr befohlen hat.«  11 Jesus aber wurde vor den Statthalter gebracht; und der Statthalter fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus aber sprach: Du sagst es.  12 Und als er von den Hohenpriestern und Ältesten verklagt wurde, antwortete er nichts.  13 Da sprach Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, was sie alles gegen dich vorbringen?  14 Und er antwortete ihm nicht auf ein einziges Wort, sodass sich der Statthalter sehr verwunderte.
15 Zum Fest aber hatte der Statthalter die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten.  16 Sie hatten aber zu der Zeit einen berüchtigten Gefangenen, der hieß Jesus Barabbas.  17 Und als sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen soll ich euch losgeben, Jesus Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus?  18 Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid überantwortet hatten.  19 Und als er auf dem Richterstuhl saß, schickte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel erlitten im Traum um seinetwillen.  20 Aber die Hohenpriester und die Ältesten überredeten das Volk, dass sie um Barabbas bitten, Jesus aber umbringen sollten.  21 Da antwortete nun der Statthalter und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen von den beiden soll ich euch losgeben? Sie sprachen: Barabbas!  22 Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich dann machen mit Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus? Sie sprachen alle: Lass ihn kreuzigen!  23 Er aber sagte: Was hat er denn Böses getan? Sie schrien aber noch mehr: Lass ihn kreuzigen!  24 Da aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig am Blut dieses Menschen; seht ihr zu!  25 Da antwortete alles Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!  26 Da gab er ihnen Barabbas los, aber Jesus ließ er geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt werde.  27 Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit sich in das Prätorium und versammelten um ihn die ganze Kohorte  28 und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an  29 und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König!,  30 und spien ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit auf sein Haupt.
 
Matthäus 27,31-56
31 Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen.  32 Und als sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen aus Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm sein Kreuz trug.  33 Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt: Schädelstätte,  34 gaben sie ihm Wein zu trinken mit Galle vermischt; und da er's schmeckte, wollte er nicht trinken.  35 Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider und warfen das Los darum.  36 Und sie saßen da und bewachten ihn.  37 Und oben über sein Haupt setzten sie eine Aufschrift mit der Ursache seines Todes: Dies ist Jesus, der Juden König.  38 Da wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken.  39 Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe  40 und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz!  41 Desgleichen spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen:  42 Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Er ist der König von Israel, er steige nun herab vom Kreuz. Dann wollen wir an ihn glauben.  43 Er hat Gott vertraut; der erlöse ihn nun, wenn er Gefallen an ihm hat; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn.  44 Desgleichen schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.  45 Von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde.  46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?  47 Einige aber, die da standen, als sie das hörten, sprachen sie: Der ruft nach Elia.  48 Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken.  49 Die andern aber sprachen: Halt, lasst uns sehen, ob Elia komme und ihm helfe!  50 Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.  51 Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen,  52 und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf  53 und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.  54 Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!  55 Und es waren viele Frauen da, die von ferne zusahen; die waren Jesus aus Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient;  56 unter ihnen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.
              
Matthäus 28 
Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.  2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.  3 Seine Erscheinung war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee.  4 Die Wachen aber erbebten aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot.  5 Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.  6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt und seht die Stätte, wo er gelegen hat;  7 und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern: Er ist auferstanden von den Toten. Und siehe, er geht vor euch hin nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.  8 Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen.  9 Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder.  10 Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen.  11 Als sie aber hingingen, siehe, da kamen einige von der Wache in die Stadt und verkündeten den Hohenpriestern alles, was geschehen war.  12 Und die kamen mit den Ältesten zusammen, hielten Rat und gaben den Soldaten viel Geld  13 und sprachen: Sagt, seine Jünger sind in der Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen.  14 Und wenn es dem Statthalter zu Ohren kommt, wollen wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu fürchten habt.  15 Sie nahmen das Geld und taten, wie sie angewiesen waren. Und dies Gerücht hat sich bei Juden verbreitet bis auf den heutigen Tag.
Der Missionsbefehl 
16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte.  17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten.  18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.  19 Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes  20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.  
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.
 
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