Meditationswege im Kirchhof

Auf unserem Kirchhof waren jeweils zu Ostern und Pfingsten rund um die Kirche verschiedene Stationen zu den entsprechenden Bibelgeschichten über Passion und Ostern bzw. Ostern und Pfingsten aufgebaut, die zum Betrachten, Nachdenken und Beten einluden. Bilder und Texte dazu finden Sie hier:

Passionsweg hier klicken 

Pfingstweg

Station 1: Osterkreuz        

HPfingstweg1

Am Sonntag nach der Kreuzigung ging Maria aus Magdala zum Grab Jesu, um ihn zu salben. Sie sah, dass der Stein entfernt worden war und rannte zu Simon Petrus. Er und die anderen Jünger machten sich auf den Weg zum Grab, aber auch sie konnten nichts entdecken und kehrten zurück nach Hause. Maria aber blieb vor dem Grab und weinte. Sie drehte sich um, und sah Jesus – wusste aber nicht, dass er es ist. Maria hielt Jesus für den Gärtner und bat darum, zu erfahren, wo sie den Leichnam hingebracht haben. Maria erkannte Jesus erst, als er sie direkt ansprach. Jesus gab ihr den Auftrag den Jüngern von der Auferstehung zu erzählen.

Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben und am dritten Tage auferstanden. Durch Jesus Christus glauben wir an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. In unserer Vorstellung hat der Tod nicht das letzte Wort, sondern das Leben. Schmücken Sie das Osterkreuz mit Zweigen und Blumen, um die Überwindung des Todes und den Neuanfang des Lebens sichtbar zu gestalten.

Bibeltext: Johannes 20,1-18

Station 2: Emmaus-Jünger      

HPfingstweg2

Auf dem Weg in das Dorf Emmaus unterhielten sich zwei Jünger, als Jesus selbst zu ihnen kam. Jedoch erkannten sie ihn nicht. Jesus sprach mit den Jüngern darüber, was in den letzten Tagen passierte und ließ sich alles erzählen: Jesus, der zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde – auf den sie doch als Erlöser gehofft hatten… Sie waren traurig und hoffnungslos. Nachdem sie fertig berichtet hatten, erklärte Jesus ihnen die Heilige Schrift und fragte sie, warum sie so begriffsstutzig waren. Dennoch erkannten sie ihn nicht. Nach der Ankunft im Dorf Emmaus ließen sich zum Essen nieder. Jesus nahm das Brot, brach es in Stücke und sprach ein Dankgebet – „Da fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen und sie erkannten ihn!“

Diese Geschichte zeigt uns, dass Jesus Christus, unser Herr, bei uns bleibt – auch wenn wir es manchmal nicht erkennen oder fühlen können. Nehmen Sie einen kleinen Stein und legen ihn zu den vier beschrifteten Steinen. Wenn Sie mögen, verbinden Sie die Handlung mit der Bitte „Herr bleibe bei uns!“

Bibeltext: Lukas 24,13-35

Station 3: Abschied     

HPfingstweg3

Jesus hatte seinen Jüngern den Auftrag gegeben, in ihre Heimat, nach Galiläa zurückzukehren. Gemeinsam gingen sie einen Berg hinauf. Dort trafen sie auf Jesus. „Gott hat mir alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben“, erklärte er ihnen und gab ihnen den Auftrag: Geht nun zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngerinnen und Jüngern: Tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Und lehr sie, alles zu tun, was ich euch geboten habe.“ Als Trost- und Hoffnungswort setzte er hinzu „Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Ein Satz, ein Spruch kann Trost und Hoffnung geben und uns durch den Tag begleiten. Suchen Sie sich einen Bibelspruch aus dem Kästchen aus und nehmen Sie ihn mit nach Hause.

Bibeltext: Matthäus 28,16-20

Station 4: Himmelfahrt      

hPfingstweg4a

Als Jesus mit seinen Jüngern zusammen war, versprach er ihnen, dass sie bald mit dem heiligen Geist getauft würden. Allerdings verstanden die Jünger nicht so recht was das bedeuten sollte. „wenn der Geist auf euch herabkommt,“ erklärte Jesus, „werdet ihr Kraft empfangen und meine Zeugen sein“. Nach diesen Worten verschwand er in einer Wolke. Die Jünger schauten zum Himmel, sahen ihn aber nicht mehr. Stattdessen kamen zwei Engel und erklärten den verduzten Jünger: „Was schaut ihr zum Himmel? Jesus wurde aus eurer Mitte in den Himmel aufgenommen.“

Der Himmel, den wir erwarten ist nicht das Gleiche wie der Himmel über uns. Doch der Himmel über uns symbolisiert was himmlisch ist. Nehmen Sie den Himmel einmal mit einer Spiegelfliese in den Blick. Wie sieht der Himmel im Spiegel am Boden aus? Was passiert, wenn ich das Sonnenlicht mit dem Spiegel einfange?
Was ist Ihr Bild vom Himmel. Nehmen Sie die Wachskreiden und malen Sie es auf.

Bibeltext: Apostelgeschichte 1,4-11

Station 5: Pfingsten      

HPfingstweg5

Es war ein großes Fest in Jerusalem zu dem Pilger aus aller Welt zusammengekommen waren. Auch die Jünger saßen zusammen in einem Haus, als ein starker Wind aufkam und durchs ganze Haus wehte. Dann erschien ihnen etwas wie züngelnde Flammen, die sich auf jedem von ihnen setzte. Der Heilige Geist, von dem Jesus gesprochen hatte, erfüllte sie. Die Jünger gingen auf die Straße und sprachen mit den Menschen, die dort waren. Jeder konnte sie in seiner eigenen Sprache hören und verstand, was sie sagten. Alle waren erstaunt. Dann ergriff Petrus das Wort und sagte ganz laut: Die Menschen sind nicht betrunken. Was hier geschieht haben die Propheten vorhergesagt. Der Heilige Geist wird über alle Menschen ausgegossen. Eure jungen Menschen werden Visionen haben und eure Alten von Gott gesandte Träume träumen.

Pfingsten ist ein Fest der Hoffnung. Was sind Ihre Hoffnungen? Ihre Träume? Nehmen Sie eine Pfingsttaube aus dem Kasten und schreiben Sie darauf, worauf Sie zur Zeit hoffen und worauf Sie sich freuen. Hängen Sie dann die Taube an den Baum. 

Bibeltext: Apostelgeschichte 2,1-21

Die Bibeltexte im Wortlaut

1 Am ersten Tag der Woche kommt Maria Magdalena früh, als es noch finster war, zum Grab und sieht, dass der Stein vom Grab weggenommen war.  2 Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grab, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.  3 Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus, und sie kamen zum Grab.  4 Es liefen aber die beiden miteinander, und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam als Erster zum Grab,  5 schaut hinein und sieht die Leinentücher liegen; er ging aber nicht hinein.  6 Da kam Simon Petrus ihm nach und ging hinein in das Grab und sieht die Leinentücher liegen,  7 und das Schweißtuch, das auf Jesu Haupt gelegen hatte, nicht bei den Leinentüchern, sondern daneben, zusammengewickelt an einem besonderen Ort.  8 Da ging auch der andere Jünger hinein, der als Erster zum Grab gekommen war, und sah und glaubte.  9 Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, dass er von den Toten auferstehen müsste.  10 Da gingen die Jünger wieder zu den anderen zurück. 11 Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, beugte sie sich in das Grab hinein  12 und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte.  13 Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.  14 Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist.  15 Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir: Wo hast du ihn hingelegt? Dann will ich ihn holen.  16 Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister!  17 Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.  18 Maria Magdalena geht und verkündigt den Jüngern: »Ich habe den Herrn gesehen«, und was er zu ihr gesagt habe.

Lukas 24,13-35

13 Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa sechzig Stadien entfernt; dessen Name ist Emmaus.  14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten.  15 Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.  16 Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten.  17 Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie traurig stehen.  18 Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der Einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort geschehen ist?  19 Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und allem Volk;  20 wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt haben.  21 Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde. Und über das alles ist heute der dritte Tag, dass dies geschehen ist.  22 Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte, die sind früh bei dem Grab gewesen,  23 haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe.  24 Und einige von denen, die mit uns waren, gingen hin zum Grab und fanden's so, wie die Frauen sagten; aber ihn sahen sie nicht.  25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben!  26 Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?  27 Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften von ihm gesagt war.  28 Und sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hingingen. Und er stellte sich, als wollte er weitergehen.  29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.  30 Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen.  31 Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen.  32 Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?  33 Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren;  34 die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und dem Simon erschienen.  35 Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, da er das Brot brach.

Matthäus 28,16-20

16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte.  17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten.  18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.  19 Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes  20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Apostelgeschichte 1,4-11

4 Und als er mit ihnen beim Mahl war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr – so sprach er – von mir gehört habt;  5 denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.  6 Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?  7 Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat;  8 aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.  9 Und als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen.  10 Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern.  11 Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen. 

Apostelgeschichte 2,1-21

1 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort.  2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.  3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen,  4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.  5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.  6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.  7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer?  8 Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache?  9 Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia,  10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen,  11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden.  12 Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?  13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins. 14 Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, vernehmt meine Worte!  15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde des Tages;  16 sondern das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3,1-5):  17 »Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben;  18 und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.  19 Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf;  20 die Sonne soll in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt.  21 Und es soll geschehen: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.«
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

Kreuzweg (Passionsweg) im Kirchhof

Auf unserem Kirchhof waren in der Karwoche und an Ostern rund um die Kirche Stationen zum Leidensweg Jesu, die zum Betrachten, Nachdenken und Beten einluden. Bilder und Texte dazu finden Sie hier:

Station 1: Die Salbung  

Salbung1  Salbung2              

Als Jesus bei Simon in Betanien war, kam eine Frau zu ihm. Sie hatte ein Glas mit kostbarem Nardenöl. Sie zerbrach das Glas und salbte mit diesem Öl den Kopf von Jesus. Während der Salbung verbreitete sich der Duft des kostbaren Öls im ganzen Raum. Die Salbung ist ein Zeichen der Totenehrung zu Jesu Zeiten. Mit ihrer Tat nimmt die Frau diese Ehrung vorweg. Durch die Kostbarkeit des Öls zeigt sie die Größe Jesu und die Bedeutung seines Sterbens. Das Öl kostete ca. 300 Silbergroschen und entsprach einem ganzen Jahresverdienst eines Tagelöhners.

Auf dem Kirchhof: Hier finden Sie einen Topf mit Kräutern: Rosmarin, Salbei, Thymian und Lavendel. Sie dürfen sich einen Zweig nehmen und ihn entweder zwischen den Finger zerreiben und den Geruch der ätherischen Öle genießen. Oder Sie nehmen den Zweig in Erinnerung an die Salbung Jesu mit nach Hause.

zum Bibeltext Matthäus 26,6-12

Station 2: Das Abendmahl      

 Abendmahl2     Abendmahl1  Dankeseier                             

Am Abend feierte Jesus mit seinen Jüngern das Passahfest, das zum Dank an die Befreiung aus der Gefangenschaft in Ägypten gefeiert wird. Brot, Wein, Kräuter, Mus gehören zu diesem Fest ebenso wie ein gekochtes Ei.
Jesus teilte Brot und Wein mit den Jüngern und gab diesem gemeinsamen Essen eine neue Bedeutung. „Das ist mein Leben, das für euch gegeben wird. Immer wenn ihr so zusammen esst und trinkt, denkt an mich!“ Seither feiern wir miteinander Abendmahl als Zeichen der Erinnerung, Stärkung, Vergebung, Gemeinschaft und des Dankes. Das Leben siegt über den Tod.

Auf dem Kirchhof: Nehmen Sie ein Osterei aus der Dose. Das Ei symbolisiert neues Leben. Es ist nicht alles zu Ende. Wir haben Grund zum Danken, Grund zur Hoffnung. Überlegen Sie, wem oder wofür sie dankbar sind und schreiben

zum Bibetext Matthäus 26,17-30 

Station 3: Garten Getsemane          

Getsemane2  Getsemane        

Nach dem Abendmahl ging Jesus mit seinen Jüngern zum Ölberg, in den Garten Getsemane. Jesus forderte die Jünger auf zu wachen, so lange bis er wieder zu ihnen kommt. Währenddessen kniete er sich hin und betete. Jesus bat darum, dass der Kelch des Todes an ihm vorübergeht. Jesus sprach mit Gott und brachte all das vor ihn, was ihn bewegte und beschäftigte. Jesus hatte Angst. Sein Ringen und Beten zeigen, dass auch er kein Übermensch war.

Auf dem Kirchhof: Das Gebet ist für uns ein wichtiges Ritual. Wir haben die Möglichkeit mit Gott zu sprechen. Wir können uns an Gott wenden – Gott im Gebet danken oder unsere Ängste und Sorgen vor ihn bringen. Sie finden hier vorbereitete Gebetskarten. Nehmen Sie sich eine solche Karte mit nach Hause und bringen Sie die Worte mit in Ihr persönliches Gebet ein.

zum Bibeltext: Matthäus 26,36-46

Station 4: Die Verurteilung Jesu 

Verurteilung2  Verurteilung

Vor dem Hohen Rat wurde Jesus mit vielen Anklagen konfrontiert. Doch Jesus schwieg zu allen Vorwürfen der Hohepriester. Schließlich fragte ihn der Hohepriester Kaiphas: „Bist du Christus, der Sohn Gottes?“ Jesus antwortet: du sagst es. Der Menschensohn wird zur rechten Gottes im Himmel zu sitzen.“ Er wurde als Gotteslästerer zum Tode verurteilt. Jesus wurde bespuckt, verhöhnt und geschlagen. Er wurde dem Statthalter Pontius Pilatus überführt. Zusammen mit Jesus wurde Barabbas, ein Verbrecher, angeklagt. Pilatus wollte einen von beiden zum Passahfest freilassen. Die Hohepriester und viele andere wünschten sich, dass Barabbas freigelassen wird und verlangten Jesus zu kreuzigen. Pilatus hörte widerwillig auf die Meinung des Volkes, wusch sich die Hände in Unschuld und überließ Jesus den Soldaten. Diese flochten ihm eine Dornkrone, legten ihm einen Purpurmantel um, verspotteten und schlugen ihn. Jesus war der Gewalt, dem Hohn und den Anklagen ausgesetzt. Doch er kämpfte nicht laut dagegen an, sondern ertrug dies alles still, im Vertrauen auf Gott.

Nehmen sie sich einen Moment Zeit, um die Dornenkrone zu betrachten und nehmen sie einen der Klagesteine. Wir laden sie herzlich dazu sein ihre Gedanken und Klagen im Vertrauen vor Gott zu bringen. Legen sie dazu ihren Stein oder ihre Steine zur Dornkrone, die das Leid Jesu symbolisiert und den Spott, dem er ausgesetzt war.

zum Bibeltext Matthäus. 26,57-68; 27,1-30

Station 5: Die Kreuzigung                                           

Kreuzigung  Kreuzigung2 Osterkreuz

Jesus wurde auf der Hinrichtungsstätte Golgatha gekreuzigt. Die Soldaten gaben ihm Wein gemischt mit Galle zu trinken und während er am Kreuz hing, spielten sie vor ihm um seine Kleider. Sie hingen ein Schild an das Kreuz mit der Inschrift: „Dies ist Jesus, der Juden König!“ Menschen spotteten: „Warum hilft dir Gott jetzt nicht, wenn du wirklich Gottes Sohn bist.“ Zur Mittagszeit wurde es schlagartig dunkel und nach drei Stunden Dunkelheit schrie Jesus am Kreuz „Mein Gott, mein Gott, wieso hast du mich verlassen“. Als er starb gab es ein starkes Erdbeben und die Erde tat sich auf. Da verstanden die Menschen was geschehen war und der Hauptmann erklärte: „Dieser ist Gottes Sohn gewesen.“

Jesu Kreuz ist zu einem Symbol der Christen geworden. Am Kreuz kommen Vertrauen und Verzweiflung, Leid und Zuversicht zusammen. Nehmen sie sich einen Moment Ruhe, um dieses Kreuz zu betrachten!

zum Bibeltext: Matthäus 27,31-56

 Station 6: Auferstehungshoffnung / Ostern

Ostern  Ostern2 Hoffnungsbild

Am dritten Tage nach Jesu Tod, kamen Maria und Maria Magdalena um nach dem Grab zu sehen. Der Grabstein war weggerollt, das Grab war leer. Ein Engel verkündigte den Frauen: „Er ist auferstanden!“. Auf dem Rückweg begegneten die Frauen Jesus selbst, der ihnen eine Botschaft für seine Jünger mitgab. Als die Jünger Jesus wiedersahen, versicherte er: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!“ Diese Botschaft feiern wir mit Ostern. Gott ist bei uns. Mit Gottes Liebe überwinden wir selbst den Tod. Die Auferstehung Jesu macht deutlich: Gottes Maßstäbe sind nicht irdisch. Auch in dunklen Zeiten können wir uns daran erinnern. Denn Jesus ist wahrlich auferstanden, er trägt die Hoffnung unserer Welt.

Lassen Sie uns gemeinsam ein großes Bild der Hoffnung gestalten. Malen sie mit Kreiden, was ihnen Hoffnung gibt, was sie anderen wünschen oder einfach etwas, was das Auge erfreut in den sichtbaren „Bilderrahmen“ unserer Hoffnungsbilder.

zum Bibeltext Matthäus 28,1-20

Die Bibeltexte

Matthäus 26,6-12

Als nun Jesus in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen,  7 trat zu ihm eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit kostbarem Salböl und goss es auf sein Haupt, als er zu Tisch saß.  8 Da das die Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Vergeudung?  9 Es hätte teuer verkauft und das Geld den Armen gegeben werden können.  10 Als Jesus das merkte, sprach er zu ihnen: Was bekümmert ihr die Frau? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.  11 Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit.  12 Dass sie dies Öl auf meinen Leib gegossen hat, hat sie getan, dass sie mich für das Begräbnis bereite.  

Mathäus 26,17-30

17 Aber am ersten Tag der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wo willst du, dass wir dir das Passalamm zum Essen bereiten?  18 Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passamahl halten mit meinen Jüngern.  19 Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm.  20 Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen.  21 Und als sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.  22 Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln zu ihm zu sagen: Herr, bin ich's?  23 Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten.  24 Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre.  25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es.  26 Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach's und gab's den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.  27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus;  28 das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.  29 Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.  30 Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.
 

Matthäus 26,36-46

36 Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hierher, solange ich dorthin gehe und bete.  37 Und er nahm mit sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen.  38 Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet mit mir!  39 Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!  40 Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Konntet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen?  41 Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.  42 Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, dass dieser Kelch vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille!  43 Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voller Schlaf.  44 Und er ließ sie und ging wieder hin und betete zum dritten Mal und redete abermals dieselben Worte.  45 Dann kam er zu den Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird.  46 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät.
Matthäus 26,57-68; 27,1-30
57 Die aber Jesus ergriffen hatten, führten ihn zu dem Hohenpriester Kaiphas, wo die Schriftgelehrten und die Ältesten sich versammelt hatten.  58 Petrus aber folgte ihm nach von ferne bis zum Palast des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Knechten, um zu sehen, worauf es hinauswollte.  59 Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, dass sie ihn töteten,  60 und fanden keins, obwohl viele falsche Zeugen herzutraten. Zuletzt aber traten zwei herzu  61 und sprachen: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen aufbauen.  62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich bezeugen?  63 Aber Jesus schwieg still. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes.  64 Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels.  65 Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelästert! Was bedürfen wir weiterer Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Gotteslästerung gehört.  66 Was meint ihr? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig.  67 Da spien sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Einige aber schlugen ihn ins Angesicht  68 und sprachen: Weissage uns, Christus, wer ist's, der dich schlug?
1 Am Morgen aber hielten alle Hohenpriester und die Ältesten des Volkes einen Rat über Jesus, dass sie ihn töteten,  2 und sie banden ihn, führten ihn ab und überantworteten ihn dem Statthalter Pilatus.  3 Als Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er zum Tode verurteilt war, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Ältesten zurück  4 und sprach: Ich habe gesündigt, unschuldiges Blut habe ich verraten. Sie aber sprachen: Was geht uns das an? Da sieh du zu!  5 Und er warf die Silberlinge in den Tempel, ging davon und erhängte sich.  6 Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir sie in den Tempelschatz legen; denn es ist Blutgeld.  7 Sie beschlossen aber, den Töpferacker davon zu kaufen zum Begräbnis für die Fremden.  8 Daher heißt dieser Acker Blutacker bis auf den heutigen Tag.  9 Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht: »Sie nahmen die dreißig Silberlinge, den Preis, der geschätzt worden war – den hatten einige von den Israeliten geschätzt –,  10 und gaben sie für den Töpferacker, wie mir der Herr befohlen hat.«  11 Jesus aber wurde vor den Statthalter gebracht; und der Statthalter fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus aber sprach: Du sagst es.  12 Und als er von den Hohenpriestern und Ältesten verklagt wurde, antwortete er nichts.  13 Da sprach Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, was sie alles gegen dich vorbringen?  14 Und er antwortete ihm nicht auf ein einziges Wort, sodass sich der Statthalter sehr verwunderte.
15 Zum Fest aber hatte der Statthalter die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten.  16 Sie hatten aber zu der Zeit einen berüchtigten Gefangenen, der hieß Jesus Barabbas.  17 Und als sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen soll ich euch losgeben, Jesus Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus?  18 Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid überantwortet hatten.  19 Und als er auf dem Richterstuhl saß, schickte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel erlitten im Traum um seinetwillen.  20 Aber die Hohenpriester und die Ältesten überredeten das Volk, dass sie um Barabbas bitten, Jesus aber umbringen sollten.  21 Da antwortete nun der Statthalter und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen von den beiden soll ich euch losgeben? Sie sprachen: Barabbas!  22 Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich dann machen mit Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus? Sie sprachen alle: Lass ihn kreuzigen!  23 Er aber sagte: Was hat er denn Böses getan? Sie schrien aber noch mehr: Lass ihn kreuzigen!  24 Da aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig am Blut dieses Menschen; seht ihr zu!  25 Da antwortete alles Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!  26 Da gab er ihnen Barabbas los, aber Jesus ließ er geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt werde.  27 Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit sich in das Prätorium und versammelten um ihn die ganze Kohorte  28 und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an  29 und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König!,  30 und spien ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit auf sein Haupt.
 
Matthäus 27,31-56
31 Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen.  32 Und als sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen aus Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm sein Kreuz trug.  33 Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt: Schädelstätte,  34 gaben sie ihm Wein zu trinken mit Galle vermischt; und da er's schmeckte, wollte er nicht trinken.  35 Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider und warfen das Los darum.  36 Und sie saßen da und bewachten ihn.  37 Und oben über sein Haupt setzten sie eine Aufschrift mit der Ursache seines Todes: Dies ist Jesus, der Juden König.  38 Da wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken.  39 Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe  40 und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz!  41 Desgleichen spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen:  42 Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Er ist der König von Israel, er steige nun herab vom Kreuz. Dann wollen wir an ihn glauben.  43 Er hat Gott vertraut; der erlöse ihn nun, wenn er Gefallen an ihm hat; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn.  44 Desgleichen schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.  45 Von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde.  46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?  47 Einige aber, die da standen, als sie das hörten, sprachen sie: Der ruft nach Elia.  48 Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken.  49 Die andern aber sprachen: Halt, lasst uns sehen, ob Elia komme und ihm helfe!  50 Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.  51 Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen,  52 und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf  53 und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.  54 Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!  55 Und es waren viele Frauen da, die von ferne zusahen; die waren Jesus aus Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient;  56 unter ihnen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.
              
Matthäus 28 
Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.  2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.  3 Seine Erscheinung war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee.  4 Die Wachen aber erbebten aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot.  5 Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.  6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt und seht die Stätte, wo er gelegen hat;  7 und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern: Er ist auferstanden von den Toten. Und siehe, er geht vor euch hin nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.  8 Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen.  9 Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder.  10 Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen.  11 Als sie aber hingingen, siehe, da kamen einige von der Wache in die Stadt und verkündeten den Hohenpriestern alles, was geschehen war.  12 Und die kamen mit den Ältesten zusammen, hielten Rat und gaben den Soldaten viel Geld  13 und sprachen: Sagt, seine Jünger sind in der Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen.  14 Und wenn es dem Statthalter zu Ohren kommt, wollen wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu fürchten habt.  15 Sie nahmen das Geld und taten, wie sie angewiesen waren. Und dies Gerücht hat sich bei Juden verbreitet bis auf den heutigen Tag.
Der Missionsbefehl 
16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte.  17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten.  18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.  19 Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes  20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.  
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.
 
Diese Website benutzt Cookies um die Seite für Besucher zu verbessern. Diese richten auf Ihrem Gerät keinen Schaden an. Durch weiteres Nutzen dieser Website, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Nähere Informationen hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.