Für andere da sein

Gedanken zum Sonntag 13. März 2022 von Pfarrer Dr. Martin Streck

Streck

Taizé. Ein kleines Dorf in Frankreich. Ein paar junge Männer aus Lausanne gingen dort hin, um gemeinsam zu leben, zu beten und für die Menschen dazusein. Ich hätte nicht gedacht, dass Taizé so aktuell ist.

Kaum waren die Brüder in Taizé, begann der 2. Weltkrieg. Die Brüder halfen Flüchtlingen. Nach dem Krieg gingen sie in die Lager, wo deutsche Soldaten gefangen waren. Die Brüder schlossen sich zu einer Gemeinschaft zusammen, verbindlich, wie Mönche in einem Kloster. Abschließen wollen sie sich nicht. Sie lebten in kleinen Gruppen unter den Armen. Bei Bergwerksarbeitern. In den Slums von Brasilien. Evangelische und katholische Brüder gehören zur Gemeinschaft – eine ökumenische Bruderschaft.

Ende August ist in Karlsruhe die Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen. Wir beginnen darum eine Gottesdienstreihe mit Gemeinschaften, die Ökumene leben – Gemeinschaft von Christen, die alle Kirchen und Konfessionen verbindet.