Es ist Sonntag

Gedanken zum Sonntag 27. Februar (Eine-Welt-Sonntag) von Pfarrer Eckhard Sckell

Sckell

Es ist Sonntag in Kolumbien und in Nigeria. Es ist Sonntag in Donezk und in Kiew. Es ist Sonntag auch bei uns. Ein Tag, der anders ist als alle anderen Wochentage.

Der zumindest anders sein sollte, wenn sich die Menschen doch an das Gebot halten würden: „Den Sabbattag sollst du halten, dass du ihn heiligst, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat.“ (Deuteronomium 5,12) Eine heilsame Unterbrechung. Ein Stop. Eine Auszeit. Ein Friedenstag. Der Tag des Herrn.

Freiheit, Würde, Gerechtigkeit. Darin liegt die Begründung des Gebotes: „Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst.“ (Deuteronomium 5,15) Aus der Erfahrung von Unfreiheit und Ungerechtigkeit, von Gewalt und Misshandlung entspringt der Gedanke, dass es den Sabbat geben soll.

Heute ist Sonntag. Hoffentlich für alle Menschen auf dieser Erde und für alle Geschöpfe. Dieser eine Tag nimmt alle weiteren Tage der Woche mit in seinen Takt. Er ist der Anfang, der Doppelpunkt, die Startrampe. Aus ihm schöpfen wir Kraft und Orientierung für die anderen sechs Tage der Woche.