Frieden ist weise

Gedanken zum Sonntag 13. Februar von Pfarrerin Ines Fetzer

Fetzer2021

Ist Gott ein behütender Vater, der über das Schicksal jedes einzelnen wacht oder ein ferner Schöpfer, der das Leben der Menschheit im Ganzen bestimmt? Schon König Salomo, bekannt für seine Weisheit und die Königin von Saba diskutieren über die immer gleichen Menschheitsfragen.

Nach dem ersten Buch der Könige reiste die afrikanische Königin ins ferne Israel, weil sie von der Weisheit Salomos gehört hatte. Die großen Fragen Wie bestimmt Gott unser Schicksal? Wie halten wir Frieden? Was ist Wahrheit? haben die Denker der Welt immer wieder beschäftigt. "Die Weisheit spielt vor Gott" erklärt Salomo und lässt damit Raum für einen spielerischen Zugang zu schwierigen Fragen. Die beiden alternden Regenten konnten in ihrem Leben feststellen, dass es keine einfachen Antworten gibt. Wahrheit kann befreien, aber auch zerstören. Konsequentes Einschreiten kann ein Königreich retten, aber auch Krieg heraufbeschwören. Wer Frieden will, muss Kompromisse schließen. Weise Entscheidungen finden sich mitunter anders als erwartet. Krieg wird mit Geschrei geführt. Damit sich Frieden einstellen kann, sind leise Töne nötig, Umsicht, Beharrlichkeit und Demut. Manchmal scheint es wie ein Wunder, aber "wenn es Menschen Wege dem Herrn wohlgefallen, so lässt er auch seine Feinde mit ihm Frieden schließen." Sprüche Salomos 16,7