Konfirmandenfreizeit

Vier Sommertage mit 70 Jugendlichen

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Nach über zwei Jahren war es endlich wieder möglich, auf Konfirmandenfreizeit zu fahren. Kurz vor den Sommerferien machten sich die Konfirmanden aus den Kirchengemeinden Bischofsheim, Hochstadt und Dörnigheim gemeinsam auf den Weg nach Kirchähr.

Das Freizeitheim ist in einem idyllischen Tal im Westerwald gelegen, durch das sich ein Bach schlängelt. Aus dem Reisebus stiegen 60 Konfirmanden, zehn jugendliche Betreuer und die Pfarrer. Wir Dörnigheimer bildeten mit 30 Personen die größte Gruppe.

Höhepunkt und zugleich Abschluss der Freizeit war die Abendmahlfeier in einem großen Kreis im Saal um einen festlich gedeckten Altar. Die Konfirmanden haben das Altartuch mit Fingerfarben selbst gestaltet. Jeder hat sich mit seinem Handabdruck verewigt. Das Brot, das wir bei der Feier geteilt haben, wurde von einer Gruppe von Konfirmanden selbst gebacken. Bevor das Brot und die Kelche gereicht wurden, schenkten wir einander einen Friedensgruß. Im großen Kreis zeichnete jeder auf dem Rücken seines Vordermanns/Vorderfrau mit der Hand ein Kreuzzeichen.

Wir begannen jeden Tag mit einer Morgenandacht und Frühstück. Es folgte ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Spielen und Aktionen, mit Liedern und ganz unterschiedlichen Kreativangeboten. Biblische Geschichten wurden als Theaterstück präsentiert, andere als Comic gezeichnet oder als Fotogeschichte in Szene gesetzt.

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In besonderer Erinnerung bleibt ein Kooperationsspiel. Wenn wir eine Gemeinschaft bilden, brauchen wir jeden einzelnen. Das hat schon Paulus festgestellt und die Kirche mit einem Körper verglichen, bei dem jeder einzelne Teil dazugehört und seine Bedeutung hat. Bei dem Spiel hatte eine kleine Gruppe Jugendlicher die Aufgabe, sich möglichst trockenen Fußes über leere Getränkekisten gegenseitig über den Bach zu helfen. Das ging nicht immer gut. Einige Jugendliche landeten im Wasser. Zumindest für die Zuschauenden war das natürlich ein großer Spaß.

Am zweiten Abend stand Grillen und Lagerfeuer auf dem Programm. Im Wald wurden Stöcke gesammelt. Jeder konnte sich am Teig bedienen und am offenen Feuer Stockbrot backen.konfi4

Müde und erschöpft musste man dann am Ende des Tages die 96 Treppenstufen hinauf zu den Zimmern laufen, in denen die Jugendlichen untergebracht waren. Die letzten Lichter gingen tief in der Nacht aus. Es waren vier unvergessliche Tage.