Kinderchöre begeistern die Zuhörer

"Max und die Käsebande" erfolgreich aufgeführt

Kaesebande2

Die Kinderchöre Dörnigheim und Hochstadt brachten am vergangenen Wochenende im Rahmen des Main-Kinzig-Fulda Kultursommers das Criminal „Max und die Käsebande“ von Peter Schindler auf die Bühne. Beide Male spielten sie im großen Saal des Evangelischen Gemeindezentrums in Maintal-Dörnigheim vor vollem Haus.
Viele Menschen unterschiedlicher Altersstufen waren gekommen, um die Aufführungen der rund 20 kleinen Darstellerinnen und Darsteller zu besuchen. Begleitet wurden die Kinder von einer professionellen „Käse-Bänd“.
Zu Beginn stellte sich die Bande der Mäuse vor, dazu gehörten Malte Heupts, Lilly Walther, Hanne Lemhöfer und Carla Adenaw. Der Anführer Max wurde souverän gespielt von Samira Walther. Anschließend traten die Käserinnen und Käser auf: Anni Wende als Molly Appenzell, Franziska Zerbian als Seppi Blauschimmel, Jesper Philippsen als François Camembert und Maja Dettlaff als Luigi Parmigiano stellten ihre Heimatländer und den damit verbundenen Käse musikalisch vor und hatten dabei auch solo zu singen, was allen sehr gut gelang. Jacky Chester alias Mila Fritz war wegen Corona per Handy-Aufnahme zugeschaltet. Verspätet kam Antje Edamer dazu, mit holländischem Akzent ideal gemimt von Martha Schwarz. Die Käserin verkündete die Schreckensnachricht vom Putsch in Käsien und dem Vorhaben zweier Bösewichte, nur noch faden Einheitskäse zu produzieren. Beide hätten außerdem Käsekönig Kurt und Prinzessin Mozzarella gefangen genommen. Diese NAchricht brachte die Käser und Mäuse dazu, sich zu verbünden und König sowie Prinzessin zu befreien. Die Mäusepolizei, eindrücklich gespielt von Mathilda Kostrzewa und Charlote Plein, schloss sich an.
Nach der Pause fand sich das Publikum mitten in der Burg wieder, wo die Bösewichte Rolly Harzer und Yogi Yogurt regieren, vollendet dargestellt von Ida Killmann und Juna Jaspersen. Die Milchbande, das waren Hanna Parady, Amelie und Pauline Graser, musste unablässig in einem großen Kupferkessel rühren. Don Mascarpone, traumbesetzt mit Johanna Galler, bewachte derweil Prinzessin Mozzarella. In diese Rolle war die fünfjährige Carla Schwarz geschlüpft. Indem sich Max mit Harzer Käse einrieb, gelang es ihm, Don Mascarpone zu überlisten, der ihn für Rolly Harzer hielt. Schließlich waren Prinzessin und Käsekönig Kurt befreit. Der König, Dieter Stark, krönte die Prinzessin abschließend zu seiner Nachfolgerin. Dann konnte das große Finale beginnen, das bei jeder Aufführung in einem fulminanten Schlussapplaus endete. Auch während der Aufführung hatten die Auftritte und Solo-Lieder der Kinder immer wieder zu Begeisterungsstürmen des Publikums geführt.
Was die Chorkinder aus Dörnigheim und Hochstadt unter der bewährten Leistung von Ulrike Streck-Plath da insgesamt geleistet haben, war ganz großes Theater, mit einer ungewöhnlich gelassenen Professionalität aller Beteiligten. Die Kinder reichten einander das Mikrofon weiter, wiesen sogar den König per Zeichensprache darauf hin, dass dieser bitte das Mikrofon näher an den Mund zu halten habe und zeigten sich souverän im Umgang mit der großen Bühne und dem weitläufigen Saal. Die „Käse-Bänd“ war ein weiterer Glanzpunkt der Aufführungen. Helene Streck am Klavier, Fabian Galler am Bass und Gabor Kovacs am Schlagzeug begleiteten die Kinder sichtbar und hörbar mit Begeisterung. Alle waren mit dem Herzen dabei. Mit Blick auf die weltpolitische Lage hatte das Stück durchaus eine gewisse Aktualität, und die Befreiung der Prinzessin Mozzarella glich der Befreiung der Freiheit an sich.