Wir sind versöhnt

Gedanken zum Sonntag 12. September (15. nach Trinitatis) von Pfarrer Dr. Martin Streck

Streck

Wir. Versöhnung bringt Menschen wieder zusammen. Das jüdische Jahr beginnt mit zehn Tagen der Umkehr. Die Menschen blicken zurück.

Wem haben wir Unrecht getan? Wen übersehen? In den zehn Tagen gehen sie zu denen, in deren Schuld sie stehen, und bitten um Verzeihung. Bis zum Versöhnungstag soll es geschehen sein. Dann ist der Sabbat der Sabbate. Strenges Fasten, einen ganzen Tag lang. Vom Vorabend an werden Gebete in der Synagoge gesprochen bis zum Abend des Versöhnungstages, des Jom Kippur. Am Nachmittag liest man die Geschichte des Jona. Gott hat ihn geschickt, den Menschen in Niniveh das Gericht Gottes anzusagen. Jona weigerte sich. Er glaubte nicht, dass Niniveh ihn hören und umkehren würde. Doch Gott ruft zur Umkehr, er bringt Jona dazu, Umkehr zu predigen, die Menschen in Niniveh kehren um. Bei Gott ist viel Vergebung! Grund genug, anzubeißen an diesen Glauben. „Anbeißen“ heißt das leichte Essen, mit dem das Fasten beendet und Jom Kippur beschlossen wird. „Chatimah towah!“ wünschen sich die Menschen: Gott soll das gute Urteil besiegeln. Wir sind versöhnt!

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