Wo stehe ich?

Gedanken zum Sonntag 21. Februar (Invokavit) von Pfarrer Eckhard Sckell

Sckell
Noch sieben Wochen bis Ostern. Durch diese sieben Wochen müssen wir hindurch. Die Passionszeit. Sie beginnt mit dem heutigen Sonntag. Wir folgen Jesus auf seinem Weg ans Kreuz.


Am Anfang dieses Weges steht ein ganz besonderer Augenblick. Jesus ist mit seinen Jüngern zusammen. Es wird gleich zusammen gegessen. Bevor es los geht wendet er sich an seine Jünger: „Einer unter euch wird mich verraten.“
Am Ende verlässt einer wortlos den Raum. Judas geht hinaus in die Nacht. Und Jesus lässt ihn gehen. Petrus hält sich in dieser dunklen Stunde zurück. Schiebt den Lieblingsjünger vor. Und von den anderen Jüngern hört und sieht man nichts. Sie gehören aber dazu.
Und ich? Wo ist mein Platz in diesem Kreis? Welche Rolle nehme ich ein? In welchem Verhältnis stehe ich zu den Jüngern und in welchem zu Jesus? Meine Fragen machen mich nachdenklich über mich selbst.
Und doch bleibe ich nicht ratlos zurück. Denn ich weiß, dass ich zu dieser Gemeinschaft dazu gehöre. Ich weiß, dass ich zu den Jüngern gehöre. Ich weiß, dass ich zu Christus gehöre. Ich weiß, dass er mich nicht aufgibt, nicht verloren gehen lässt, nicht verleugnet, nicht verrät, für mich da ist, bei mir ist, mit mir geht. Jesus Christus geht den Weg mit mir. Er geht den Weg mit mir, auch wenn ich zu schwach bin, meinen Weg mit ihm zu gehen, mein Glaube zu klein.

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