"Der Herr ist mein Hirte!"

Gedanken zum Sonntag 26. April (Miserikordias Domini) 

Streck

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. So beginnt der beliebteste Psalm, Psalm 23. Jesus hat diesen Psalm in der Synagoge und sicher auch in der Familie, mit seinen Freunden gebetet. Er hat mit, er hat aus diesem Psalm lebt: Gott, der Herr ist mein Hirte!

Heute ist der Sonntag des „guten Hirten“. So hat Jesus sich selber genannt: Ich bin der gute Hirte. Vieles klingt da mit. Im Frühling denke ich zuerst an die grüne Au, auf der Gott mich weidet. Oder ganz anders: Wir gehen durch die Corona-Krise wie im finsteren Tal. Wir haben Angst und wissen nicht, wann das Tal sich weitet und wieder licht wird.

Jesus sagt von sich: Als der gute Hirte kenne ich die Meinen und die Meinen kennen mich. Er bestärkt es noch: Wie sein Vater ihn kennt, wie er seinen Vater kennt, so kennt er die Schafe seiner Herde. Üblicherweise hat ein Hirte mehrere hundert Schafe in der Herde. Ob er sie alle kennt? Natürlich setzt er sich für die Schafe ein, das ist seine Aufgabe. Er wird jeden Abend die Herde durchzählen. Aber weiß er für jedes Schaf einen Namen, seine Geschichte, Glück und Unglück? Jesus, der gute Hirte, kennt uns Menschen. Er kennt uns persönlich, mit Namen, eines jeden Geschichte. Jesus kennt uns so, wie Eltern ihr Kind, Kinder ihre Eltern kennen. So ist er für uns da. Nicht wie ein Angestellter, der die Stelle wechseln, den Job verlieren kann. Kindschaft und Elternschaft haben Bestand! Wie ein Vater, wie eine Mutter würde der gute Hirte alles für die Seinen geben, sogar sein Leben, sagt Jesus. Er spielte nicht mit seinem Leben, er setzte es ein, damit wir leben.

Seit Ostern sind erst zwei Wochen vergangen. Ostern leuchtet hell. Jesu Tod am Kreuz war nicht umsonst. Für uns hat er sein Leben hingegeben. Gott hat das angesehen und Jesus von den Toten auferweckt. Jesus lebt und wir mit ihm! Er kennt uns, auch im finsteren Tal. Er ist treu. Er geht an unserer Seite. Erst recht, wenn wir zugunsten derer, die uns anvertraut sind, uns einschränken. Auf alle Fälle gilt: Wir werden erwartet! Psalm 23 beschreibt unsere Hoffnung, das Ziel unseres Weges:

Du, Gott, bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkst mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

(Erwähnte Bibelstellen: Johannes 10, 11–16 und 27–30)

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