Dörnigheim und die Hanauer Union

Vortrag von Erhard Bus

Bus

Warum gab es früher in manchen Orten zwei protestantische Kirchen? Zur Vorgeschichte, zum Zustandekommen und den Folgen der Hanauer Union von 1818 referiert  Erhard Bus (Nidderau-Windecken), Freiberuflicher Historiker, Kulturprojekt Geschichte und Gegenwart am 26. Oktober um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum in Dörnigheim. Der bebilderte Vortrag nimmt auch auf die Situation in Dörnigheim Bezug.

Dass die uns vertrauten Evangelischen Gemeinden erst vor 200 Jahren aus dem Zusammenschluss zweier protestantischer Konfessionen entstanden sind, wissen nur Wenige. Die Ursache dieser Bikonfessionalität lag im Dynastiewechsel von 1642. Auf reformierte Grafen folgten lutherische, die ihre Konfession förderten, was zu Reibereien führte. 1670 fand man einen Modus, der beiden gerecht werden sollte, doch man lebte weiter getrennt mit eigenen Kirchen, Schulen usw. Erst nach 1815, dem erwachten Nationalbewusstsein, dem Reformationsjubiläum, vielen „Mischehen“ sowie wirtschaftlichen Überlegungen kam es 1818 zu Verhandlungen, an deren Ende Unierte Evangelische Gemeinden standen. Die Hanauer Union regelte vieles, aber mancherorts dauerte es lange, bis die Vereinigung wirklich vollzogen war.

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