„Perichoresis“ – Ein bewegender Informationsabend über ein Flüchtlingsprojekt in Katerini

Flüchtling

Am 24. Januar kam ein großer Kreis Interessierter im Clubraum unseres Gemeindezentrums zusammen, um sich über die Situation von Flüchtlingen in Griechenland zu informieren.

Zwei Reiseberichte wurden gegeben: Eines über eine Begegnungsreise, die das Zentrum Ökumene in Frankfurt veranstaltet hat. Renate Schwalenberg-Leister berichtete gemeinsam mit ihrem Mann von dieser Reise zu Projekten in Thessaloniki und auf die Insel Lesbos. Im anderen Bericht ging es um das Projekt „Perichoresis“ der Evangelischen Kirchengemeinde von Katerini, das eine Reisegruppe unserer Kirchengemeinde im Oktober vergangenen Jahres kennenlernte. Ingrid Delimaras und Pfarrer Eckhard Sckell gaben Einblicke in dieses besondere Projekt.

Als viele hundert Flüchtlinge im Jahr 2015 an der griechischen Grenze bei Idomeni festsaßen und ungeschützt Wind und Wetter ausgesetzt waren, fuhren zunächst einige Gemeindemitglieder dorthin, um die Menschen mit Nahrungsmitteln, Decken und dem Nötigsten zu versorgen. Als die Not der Flüchtlinge immer größer wurde, nahm man kurzerhand die erste Flüchtlingsfamilie auf der Rückfahrt nach Katerini im eigenen Fahrzeug mit, um sie zu Hause unterzubringen.

Inzwischen hat die Gemeinde mehr als 2000 Flüchtlinge in Katerini aufgenommen. Sie hat 200 Häuser gemietet und stellt sie den Flüchtlingen zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit dem UNHCR, der Katastrophenhilfe des Diakonischen Werkes und anderer Hilfsorganisationen kann diese Arbeit finanziert werden. „Perichoresis“ betreibt einen Kindergarten, unterstützt Flüchtlingskinde in der Schule und organisiert für Erwachsene Sprachkurse. Außerdem werden Flüchtlinge medizinisch versorgt und sie haben die Möglichkeit, sich beraten zu lassen, um als Flüchtlinge anerkannt zu werden.

Es ist ein beeindruckendes Beispiel für Menschlichkeit und ehrenamtliches Engagement einer Kirchengemeinde. Die Besucher des Infoabends zeigten sich sehr bewegt. Es scheint wahrscheinlich, dass sich eine feste Unterstützung für dieses Projekt aus unserer Gemeinde ergibt.